Spielbedingungen - Golfregeln des DGV

Wettspiele gegen Par und nach Stableford sind Zählspielarten, bei denen gegen ein festgesetztes Ergebnis (gegen das Par bzw. Netto-Par) jedes Lochs gespielt wird. Es gelten die Regeln des Zählspiels, soweit sie nicht mit nachstehenden Sonderregeln in Widerspruch stehen.

In Vorgabe-Wettspielen gegen Par und nach Stableford hat der Bewerber mit dem niedrigsten Nettoergebnis an einem Loch die Ehre auf dem nächsten Abschlag.

a) Wettspiele gegen Par
Im Wettspiel gegen Par wird wie im Lochspiel gerechnet. Ein Loch, an dem ein Bewerber kein Ergebnis erzielt, gilt als verlorenes Loch. Gewinner ist der Bewerber mit dem besten Gesamtergebnis der Löcher.

Der Zähler ist nur für das Aufschreiben der Brutto-Schlagzahlen für jedes Loch verantwortlich, an dem der Bewerber eine Schlagzahl (bzw. eine Netto-Schlagzahl) gleich oder unter Par erzielt.

Anmerkung 1:
Das Ergebnis des Bewerbers wird durch den Abzug von einem oder mehrerer Löcher nach der anwendbaren Regel angepasst, wenn eine andere Strafe als die der Disqualifikation für Nachfolgendes anfällt:

- Regel 4 Schläger
- Regel 6-4 Caddie
- Jegliche Platzregel oder Wettspielbedingung, für die es eine höchstzulässige Strafe für die Runde gibt.

Der Bewerber ist dafür verantwortlich, den Sachverhalt des betreffenden Verstoßes der Spielleitung zu melden, bevor er seine Zählkarte einreicht, so dass die Spielleitung die Strafe auferlegen kann. Versäumt der Bewerber, seinen Verstoß der Spielleitung zu melden, so ist er disqualifiziert.

Anmerkung 2: Verstößt der Bewerber gegen Regel 6-7 (Unangemessene Verzögerung, langsames Spiel), wird die Spielleitung ein Loch vom Gesamtergebnis der Löcher abziehen. Für einen wiederholten Verstoß – siehe Regel 32-2a.

Bei entsprechenden Regelverstößen hat der Spieler also nicht nur das Loch verloren, auf dem er gerade spielt (denn das könnte ja in diesem Moment schon geschehen sein), sondern ein oder mehrere weitere Löcher werden von seinem Ergebnis abgezogen.

Stand: 2018