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Die wichtigsten Golf Griffe: Der ultimative Guide für perfekten Halt

Die einzige Verbindung zwischen dem Golfer und dem Golfschläger ist der Griff. Obwohl viele Anfänger diesem Detail anfangs wenig Bedeutung schenken, ist der korrekte Golfgriff der absolute Schlüssel für einen konstanten Golfschwung und eine präzise Schlagflächenkontrolle. Wie du den Schläger greifst, entscheidet darüber, ob das Schlägerblatt im Treffmoment gerade an den Ball kommt oder ob unerwünschte Fehler wie ein Slice oder Hook entstehen. In diesem Artikel teilen wir die wichtigsten Grundlagen, verschiedene Griffarten und wertvolle Tipps für den optimalen Griffdruck.

Warum der richtige Schlägergriff über deinen Schlag entscheidet

Wer den Schlägergriff falsch hält, blockiert seine Handgelenke und verliert die Kontrolle über die Schlagfläche. Ein korrekter Grip sorgt dafür, dass die Leading Edge (die Vorderkante der Schlagfläche) im Treffmoment rechtwinklig zur Ziellinie steht. Wenn du den Schläger in die Hand nimmst, sollte der Schlägergriff primär in den Fingern und nicht in der Handfläche liegen.

Als erste Orientierung gilt: Wenn du mit der linken hand greifst und von oben auf deine Hand blickst, solltest du zwei bis drei Fingerknöchel sehen können. Das gibt dir die nötige Stabilität. Das Griffende sollte dabei etwa einen Zentimeter unter dem Handballen herausschauen. Bilden Daumen und Zeigefinger beider Hände jeweils ein geschlossenes „V“, sollten diese Linien in Richtung deiner rechten Schulter zeigen.

Griff

Es gibt im Golfspiel nicht den einen, einzig wahren Griff, den jeder Spieler nutzen muss. Große Major Sieger haben im Laufe der Geschichte bewiesen, dass unterschiedliche Menschen verschiedene Wege nutzen, um den Ball perfekt zu treffen. Dennoch haben sich in der Golfwelt drei klassische Varianten etabliert, die jeder Golflehrer unterrichtet. Welche Griffart für dich die beste ist, hängt von deiner Handgröße, deiner Kraft und deinem persönlichen Gefühl ab.

Overlapping Griff

Der Overlapping Griff, der oft auch als Vardon-Griff bezeichnet wird, ist die am weitesten verbreitete Methode im modernen Golf. Benannt nach der Golflegende Harry Vardon, nutzen ihn ein Großteil der Profis und fortgeschrittenen Amateure auf dem Golfplatz.

Bei dieser Art zu greifen wird der kleine Finger der rechten Hand in die Vertiefung zwischen dem Zeigefinger und dem Mittelfinger der linken Hand gelegt. Der Handballen der rechten Hand umschließt dabei den Daumen der linken Hand. Diese Weise des Greifens sorgt für eine hervorragende Verbindung der Hände und verhindert, dass eine Hand die Führung übernimmt. Das ermöglicht eine exzellente Schlagflächenkontrolle und bringt viel Ruhe in den Schwung. Für Leute mit sehr kleinen Händen oder weniger Kraft kann dieser Griff allerdings anfangs etwas instabil wirken.

Interlocking Griff

Der Interlocking Griff ist die zweithäufigste Variante und wird von absoluten Weltklasse-Spielern wie Tiger Woods und Jack Nicklaus bevorzugt. Er bietet eine extrem feste Verbindung zwischen den Händen.

Im Gegensatz zum Vardon-Griff wird hier der kleine Finger der rechten Hand mit dem Zeigefinger der linken Hand fest miteinander verschränkt (interlocked). Dadurch verschmelzen die Hände gefühlt zu einer Einheit. Diese Sache hat den großen Vorteil, dass die Handgelenke harmonisch zusammenarbeiten, was Missverständnisse im Bewegungsablauf minimiert. Vor allem Spieler mit kürzeren Fingern oder kleinere Frauen und Jugendliche profitieren von dieser Stabilität, da der Schlägerkopf so auch bei hohem Tempo nicht in der Hand rutscht.

Baseball Griff

Der Baseball Griff wird in der Fachsprache auch oft als Zehn Finger Griff bezeichnet, da bei dieser Methode alle zehn Finger direkten Kontakt mit dem Schlägergriff haben.

Finger der rechten Hand

Beim Zehn Finger Griff berühren die Finger der rechten Hand die linke Hand lediglich, ohne sich mit ihr zu überschneiden oder zu verschränken. Die Rechte schmiegt sich direkt unterhalb der Linken an das Material, genau so, wie man einen Baseballschläger halten würde.

Diese Variante ist der ideale Einstieg für Anfänger, Senioren oder Kinder, die Probleme mit der Kraft in den Händen haben. Da keine Finger übereinanderliegen, fällt es leichter, im Treffmoment maximale Kraft auf den Ball zu übertragen. Der Nachteil liegt jedoch in der Präzision: Weil die Hände nicht miteinander gekoppelt sind, arbeiten sie oft gegeneinander. Das kann dazu führen, dass die rechte Hand im Treffmoment zu aktiv wird, was die Richtung des Balls negativ beeinflusst.

Der richtige Griffdruck: Die Sache mit dem Vögelchen

Neben der reinen Griffart ist der Griffdruck ein entscheidender Faktor für einen gelungenen Schlag. Ein häufiger Fehler auf dem Platz ist das viel zu feste Klammern. Wer den Schläger hält, als wäre er ein Messer, verkrampft die Unterarme und blockiert die natürliche Dynamik im Golfschwung. Das nimmt dem Schlägerkopf die Geschwindigkeit und führt zu ungenauen Ergebnissen.

Ein bekannter Spruch besagt, man solle den Golfschläger so fest halten wie einen kleinen Vogel: Fest genug, dass er nicht wegfliegen kann, aber sanft genug, um ihn nicht zu verletzen. Versuche bei einer Skala von 1 (extrem locker) bis 10 (maximal verkrampft) einen Druck von etwa 4 bis 5 anzustreben. Du wirst merken, dass sich dein Schwung sofort flüssiger anfühlt.

FAQ - Häufige Fragen zum Golfgriff

Welcher Golfgriff ist der beste für Anfänger?

Für absolute Turniereinsteiger ist der Baseball Griff oft der leichteste Einstieg, da er sich am natürlichsten anfühlt. Wer jedoch langfristig an seiner Technik arbeiten möchte, sollte frühzeitig den Interlocking Griff oder den Overlapping Griff ausprobieren, da diese mehr Kontrolle über das Schlägerblatt bieten.

Wie fest muss ich den Golfschläger greifen?

Der Griffdruck sollte moderat sein. Auf einer Skala von 1 bis 10 liegt der Idealwert bei etwa 4 oder 5. Zu viel Druck blockiert die Handgelenke und raubt dir Weite, zu wenig Druck lässt den Schläger in der Hand rutschen.

Warum fliegt mein Ball immer nach rechts (Slice)?

Das kann an einem zu „schwachen“ Griff liegen. Wenn deine Hände zu weit nach links gedreht sind (so dass du keine Knöchel der linken Hand siehst), bleibt die Schlagfläche im Treffmoment oft offen. Versuche, die Hände ein Stück weiter nach rechts zu drehen.

Benutzen Profis den Baseball Griff?

In den Profiligen ist der Zehn-Finger-Griff extrem selten. Die absolute Mehrheit der Tour-Spieler nutzt den Vardon- (Overlapping) oder den Interlocking-Griff, um die maximale Konstanz aus ihren Schlägen herauszuholen.

Wie merke ich, dass ich den Schläger falsch halte?

Ein gutes Indiz sind Blasen oder übermäßiger Hornhaut-Verschleiß an ungewöhnlichen Stellen der Hand, wie beispielsweise an den Handflächen statt an den Fingern. Auch ein Schläger, der sich im Treffmoment in der Hand verdreht, deutet auf einen falschen Grip hin.

Was ist der Unterschied zwischen einem schwachen und einem starken Griff?

Diese Begriffe beschreiben die Position der Hände auf dem Schläger. Ein starker Griff bedeutet, dass die Hände weiter nach rechts gedreht sind (man sieht mehr Knöchel der linken Hand), was eine geschlossene Schlagfläche begünstigt und den Ball eher nach links fliegen lässt. Ein schwacher Griff ist nach links gedreht und fördert eine offene Schlagfläche, wodurch der Ball nach rechts kurvt.

Kann eine Übung helfen, den Griff zu automatisieren?

Ja, nimm dir einfach zu Hause beim Fernsehen einen Schläger oder ein kürzeres Griffband und greife ihn mehrmals täglich für ein paar Minuten korrekt. Ziel ist es, dass sich die richtige Fingerposition ohne langes Nachdenken ganz natürlich anfühlt.